Ihr Augenarzt bzw. die Orthoptistin haben Ihrem Kind eine Brille verordnet und Ihnen erklärt, wie wichtig es ist, die bestmögliche Sehleistung für Ihr Kind zu erreichen. Wir wollen Ihnen hier noch einige Hinweise geben, worauf es bei einer kindgerechten Brille ankommt.
Den meisten Kindern wird eine Brille zum Ausgleich eines Brechungsfehlers verordnet, d. h.
Um die erforderlichen Brillengläser ausmessen zu können, ist es bei Kindern in der Regel erforderlich, dass Augenmuskel entspannende Tropfen in die Augen gegeben werden müssen. Diese Muskelentspannung bewirkt, dass der Arzt die Gläserstärke ohne Mitwirkung des Kindes exakt bestimmen kann. Die Wirkung der Tropfen hält einige Stunden an, so dass Ihr Kind während dieser Zeit schlechter sehen kann.
Da Ihr Kind die Brille ständig tragen sollte, ist es ganz besonders wichtig, dass diese gleich bleibend gut sitzt. Gesichtsfeldeinschränkungen durch Brillengläser lassen sich bei höherer Kurzsichtigkeit durch kleinere Brillengläser auf ein Minimum reduzieren. Am besten sind bei Kindern so genannte Sportbrillenbügel geeignet, die der Brille einen guten Halt geben. Die Größe der Brillenfassung bestimmt die Gläsergröße. Durch kleinere Gläser wird die Brille leichter. Kunststoffgläser sind zwar bruchfester, verkratzen an der Oberfläche aber schneller. Ob der Mehrpreis hierfür von Ihrer Krankenkasse erstattet wird, hängt vom Lebensalter und der Stärke der Gläser ab. Damit Ihr Kind die Brille aber auch immer und vor allem gerne trägt, sollten Sie ihm erlauben, sich die Fassung selbst auszusuchen.
Sechs bis acht Wochen nach der Brillenverordnung erhalten Sie einen Kontrolltermin, bei dem geprüft wird, ob die Brille alle medizinischen und optischen Erwartungen erfüllt. In regelmäßigen Abständen sind dann weitere Untersuchungen erforderlich.