Die Netzhaut ist eine hauchdünne Schicht, die die hintere 2/3 des inneren Augapfels auskleidet. Sie nimmt das Licht auf und leitet es über feinste Leitungsbahnen an den Sehnerv weiter, der die Lichtimpulse dann an das Gehirn zur Auswertung schickt.
Netzhautlöcher, Netzhautablösungen und andere Veränderungen der Netzhaut können mitlerweile am Krankenhaus in Eitorf operiert werden. Dazu sind teilweise Operationen am äußeren manchmal auch im Auge selber notwenig. Beispielhaft werden hier zwei mögliche Operationen erläutert.
Argon-Laser
Der Argon-Laser wird in unserer Praxis zur Behandlung von Netzhautkrankheiten verwendet. (siehe diabet. Retinopathie)
Kryopexie (Kältebehandlung) zur Versorgung eines Netzhautloches:
Je nach Größe und Lage dieser Schädigung und abhängig davon, wie stark der Zug des Glaskörpers wirkt, kann sich die Netzhaut von ihrer Unterlage ablösen (Ablatio retinae). Dadurch kann sich das Sehvermögen bis hin zur Erblindung verschlechtern.
Nicht jeder Netzhautriss oder jedes Netzhautloch führt zur Netzhautablösung, gleichwohl raten wir in Abhängigkeit vom Befund vorbeugend eine Behandlung durch eine Kryopexie (Kältebehandlung) durchführen zu lassen.
Selbst engmaschige Verlaufskontrollen lassen die akute Gefahr einer Netzhautablösung in der Regel nicht mit Sicherheit erkennen. Die Vorteile der vorbeugenden Behandlung überwiegen die möglichen Risiken des Eingriffs.
Was geschieht bei der Operation?
Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung oder in Narkose durchgeführt.
Bei der Kryopexie wird die Netzhaut mit einem Vereisungsstab (Kryode) von der Außenseite des Auges aus wieder mit der Unterlage verbunden.
Gelegentlich sind mehrere Behandlungen mit kurzen oder auch größeren Abständen erforderlich.
Vitrektomie (Glaskörperentfernung):
Bei der Operation des Glaskörpers (Vitrektomie) wird der Glaskörper mit einem speziellen Saug-Schneidegerät chirurgisch entfernt. Dadurch können Blutungen, Häutchen und Bindegewebsstränge und Narben entfernt werden.
Die Vitrektomie ist notwendig bei fortgeschrittener Diabetischer Netzhauterkrankung, komplizierter Netzhautablösung mit Netzhautschrumpfung und Strangbildung, durchbohrenden Augenverletzungen und rasch fortschreitender Endophthalmitis (Entzündung der Gefäßhaut). Außerdem können auch Glaskörpertrübungen nach Entzündungen durch eine Operation des Glaskörpers entfernt werden.
Was geschieht bei der Operation?
Der Operateur macht drei winzige, kleiner als einen Millimeter große Einschnitte etwas außerhalb der Regenbogenhaut. In diese drei Öffnungen werden Saug-Schneidegerät, Infusionskanüle und ein Glasfaser-Lichtleiter zur Beleuchtung des Innenraums eingeführt.
Während der Operation sorgt eine Infusion mit physiologischer Kochsalzlösung dafür, dass der Innendruck – und damit die Form – des Augapfels erhalten bleibt. Mit dem Saug-Schneidegerät wird der Glaskörper herausgeschnitten. Mit kleinen Häkchen, Saugkanülen und Mikropinzetten können auch feine Bindegewebsstränge aufgeschnitten und entfernt werden. Nach der eigentlichen Entfernung des Glaskörpers kann die Netzhaut behandelt werden.